Es begann in Italien

Dank Vernetzung und politischer Überzeugungsarbeit ist Europa Donna die erste Vereinigung, die sich auf europäischem Niveau für die Anerkennung und die rechtliche Umsetzung der Qualitätssicherung und der Behandlung von Brustkrebs einsetzt. Europa Donna umfasst über 40 nationale europäische Vereinigungen, die sich für die Solidarität zwischen den betroffenen Frauen stark machen.

Gegründet wurde Europa Donna zu Beginn der neunziger Jahre als überparteilicher gemeinnütziger Verein von einer Gruppe Patientinnen und Prof. Umberto Veronesi, einem Brustchirurgen aus Mailand, mit dem Ziel, die Behörden, das Pflegepersonal und die öffentliche Meinung zu diesem Thema zu sensibilisieren.

Als eine Organisation von Frauen für Frauen setzt sich Europa Donna auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene überall in Europa für eine verstärkte Brustkrebsforschung ein, für eine qualitätsgesicherte Früherkennung nach europäischen Leitlinien und für interdisziplinäre Brustzentren.

Brustkrebs ist in Europa eine häufige Diagnose: eine von zehn Frauen sieht sich im Verlauf ihres Lebens mit dieser Krankheit konfrontiert. Zwei Drittel der Betroffenen leben lange mit diesem Krebs und seinen Auswirkungen auf die Gesundheit, das Erwerbs- und Privatleben. Brustkrebs ist kein reines Frauenproblem, sondern wirkt sich auf das gesamte Gesundheitswesen aus.

Auch wenn die Behandlungsmethoden technologisch sehr fortgeschritten sind, lässt sich von den menschlichen, sozialen, therapeutischen und patientenrechtlichen Aspekten leider noch nicht dasselbe behaupten. Ziel ist es, dass auf Brustkrebs spezialisierte ChirurgInnen, RadiologInnen, OnkologInnen, PathologInnen jeden Fall gemeinsam beraten und unter Einbeziehung der Patientin entscheiden, was die für die jeweilige Patientin beste individuelle Behandlung ist. Das gilt für die gesamte medizinische Versorgungskette. Dafür setzt sich Europa Donna ein.

Europa Donna - The European Breast Cancer Coalition